BUZ: v.l.n.r. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thomas Prybylla, Stadtbürgermeister Gerd Harner, Franz-Josef Baulig, Antisemitismusbeauftragter Dieter Burkhard, Dr. Simonis von der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Landtagsabgeordneter Josef Dötsch.

Erinnerungskultur stärken

Antisemitismusbeauftragter Dieter Burkhard in der Verbandsgemeinde. 

Der 9. November war in den vergangenen 15 Jahren für den Landtagsabgeordneten Josef Dötsch, CDU, stets fest für Diskussionen in den Schulen im Kalender eingeplant. Steht dieses Datum doch für den Wechsel von Demokratie Nationalsozialismus und Freiheit im vergangenen Jahrhundert. So steht dieses Datum u.a. für die Novemberprogrome 1938 an den Juden, ebenso wie für den Mauerfall 1990. Gerade die Ereignisse des NS-Regimes haben viel Leid gebracht und sollten gerade in der heutigen Zeit auch den jungen Generationen in Erinnerung bleiben. Denn Faschismus und Diktatur dürfen sich in Deutschland nicht wiederholen. Dabei gibt es eine Reihe von Orten und Ereignissen in unserer Verbandsgemeinde, die geeignet sind, diese Erinnerungen wach zu halten. Sie müssen nur vor Augen geführt und in unserem Gedächtnis gepflegt werden.

Dies ist auch das Anliegen von Franz-Josef Baulig aus Mülheim-Kärlich, auf dessen Anregung hin Josef Dötsch den Antisemitismusbeauftragten Dieter Burkhard nach Mülheim-Kärlich eingeladen hatte. Mit hinzugekommen waren der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm Thomas Przybylla, Stadtbürgermeister Gerd Harner und Dr. Simonis von der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz.

Dieter Burkhard konnte von einer Fülle von Möglichkeiten der Erinnerung berichten, wie sie bereits in Rheinland-Pfalz praktiziert werden. Lebhaft diskutiert wurde in die Gruppe über mögliche Ansätze infolge des bekannten jüdischen Lebens in der Verbandsgemeinde, ob Gedenktafel an jüdischen Friedhöfen aufgestellt werden könne, Stolpersteine verlegt oder Gedenkwege ausgewiesen werden sollten. Über eins waren sich alle Teilnehmer einig: das Gedenken zu den Geschehnissen des Nationalsozialismus soll sichtbar werden. Über das Wie wird man jetzt beraten müssen.

 

BUZ: v.l.n.r. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thomas Prybylla, Stadtbürgermeister Gerd Harner, Franz-Josef Baulig, Antisemitismusbeauftragter Dieter Burkhard, Dr. Simonis von der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz, Landtagsabgeordneter Josef Dötsch.