Ehemaliges Hofgut des Koblenzer Stiftes St. Florin (Burgstraße 15)

Aufgrund einer Schenkung hatte das Koblenzer Stift St. Florin seit 1217 den großen Hof mit bis zu 100 Hektar Land in seinem Besitz. Der älteste Nachweis des Gebäudes stammt bereits aus dem Jahr 1191. Zu dem Gut gehörte auch die Eigenkirche Kärlich, an die der Steuer-Zehnte in Kärlich, Mülheim und dem nördlichen Teil Weißenthurms gebunden war. Ein Hofschultheiß verwaltete den Besitz und die Einnahmen. Jedoch schon vor der Säkularisation veräußerte das Stift 1788 das Hofgut und die zugehörigen Nutzflächen an Privatleute. Nur wenige Reste des ehemaligen Hofensembles, so die weitgehend umgestaltete Giebelfront des Wohnhauses, sind noch erhalten.