Ehemaliger kurtrierischer Burghof (Burgstraße 11)

Der Burghof, bis 1794 im Besitz des Erzbistums Trier, war mit bis zu 300 ha Nutzland das größte Hofgut Kärlichs. Ursprünglich könnte der Hof zur Versorgung der 1344 erstmals erwähnten Burg und ihrer Besatzung gedient haben.

Ein Johann Doetsch und seine Hausfrau Elisabeth aus Mertloch wurden im Jahre 1610 mit dem Anwesen belehnt. Deren Nachkommen bewirtschafteten es dann über Jahrhunderte. Der Burghofmann war auch Schultheiß und vertrat vor Ort die Niedere Gerichtsbarkeit.

Gemeinsam mit dem Burgschloss Kärlich wurde das Hofgebäude 1635 im Dreißigjährigen Krieg zerstört und unter Verwendung erhaltener Teile unter der Regierung des Kurfürsten Carl Caspar von der Leyens neu errichtet, wie ein Grundstein im Hof belegt.

Der hintere Anbau folgte 1776.

Nach dem Ende des linksrheinischen Kurstaates Trier 1802 ersteigerte Johann Heinrich Doetsch 1806 das Anwesen. Es befindet sich bis heute im Besitz der Familie (Doetsch-)Mannheim und dient als Wohnung und Verwaltungssitz der "Kärlicher Ton- und Schamottewerke Mannheim & Co.KG". Die Firma betreibt in Kärlich eine Tongrube und eine Fabrik.