Standort der ehemaligen kurtrierischen Wasserburg des Jagdschlosses Kärlich

Um 1480 ließ Kurfürst Johann II. von Baden (1456-1503) ein Jagdschloss erbauen, das 1635 im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Unter der Herrschaft von Kurfürst Carl Caspar von der Leyen (1652-1676) wurde bei der Ruine von 1654 bis 1660 eine kleines Renaissance-Schloss mit einem Grundriss von 23 x 19 Metern, barockem Dachaufbau und einem etwa 20 Meter breiten Wassergraben errichtet. Das Gebäude wurde bevorzugt von dem letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenceslaus von Sachsen (1768-1802) und seiner Schwester Maria Kunigunde, Fürstäbtissin von Essen und Thorn, als Sommerresidenz genutzt. Als französische Revolutionstruppen 1794 das Mittelrheingebiet  besetzten, steckten sie das Schloss in Brand. Die Ruine wurde danach von der Bevölkerung als Steinbruch genutzt und völlig abgetragen.