"Haus Winkelmann" - ehemals Wohnung einer jüdischen Familie (Burgstraße 3)

Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit schiefergedecktem Satteldach ist ortstypisch für die kleinen Wohnhäuser des 17. bis 19. Jahrhunderts, die giebelständig zur Straße hin mit einem Erdgeschoss aus Bruchsteinen oder vulkanischen Krotzen und einem Obergeschoss aus Sichtfachwerk  mit Sprossenfenstern und Schieferdach errichtet waren. Es ist nach seinen letzten Besitzern benannt und heute städtisches Eigentum.

Das Haus wurde bis 1942 von der jüdischen Familie Bär bewohnt, die gemeinsam mit den zur dieser Zeit in Kärlich und Mülheim insgesamt noch verbliebenen 41 Angehörigen der jüdischen Gemeinde deportiert und in Konzentrationslagern ermordet worden ist. Im ersten Stock eines Schuppens, der früher hinter dem Haus stand, befand sich ein Betraum für die Kärlicher Juden.