Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums unserer Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Château-Renault besuchte eine Delegation aus Mülheim-Kärlich unsere französischen Freunde.
30 Jahre Städtepartnerschaft
30 Jahre gelebte Völkerverständigung
Als 1982 die Partnerschaftsurkunden zwischen den Städten Château-Renault und Mülheim-Kärlich unterzeichnet wurden, ahnte eigentlich niemand, dass sich aus dieser Partnerschaft eine echte Freundschaft entwickeln würde.
Zur Feier der dreißigjährigen Partnerschaft fuhr am Himmelfahrts-Wochenende eine große Abordnung aus Mülheim-Kärlich, unter Führung des 2. Stadtbeigeordneten Werner Risch, nach Frankreich.
Nach angenehmer Nachtfahrt wurden wir am Donnerstagmorgen im Foyer der „Tannerie“, der dortigen Mehrzweckhalle, zum Frühstück empfangen. Bürgermeister Michel Cosnier begrüßte die Gäste herzlich und wünschte dem Treffen einen guten Verlauf.
Die ersten Tage wurden mit den Gastfamilien zu Besichtigungen und zum regen Informationsaustausch genutzt. Am Freitagabend trafen sich alle mit ihren Gastfamilien und vielen interessierten Bürgern aus Château-Renault, zu einem geselligen Abend mit gemeinsamen Essen, Musik und Tanz in der „Tannerie“. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt einer „Folies Bergère“- Schautanzgruppe, die von allen Anwesenden begeistert gefeiert wurde.
Am Samstagmorgen wurde vor dem historischen Rathaus der dreißigjährigen Partnerschaft in feierlicher Form gedacht. Bürgermeister Michel Cosnier und Werner Risch wiesen in ihren Ansprachen auf die Bedeutung der Städtepartnerschaften für die friedliche und freundschaftliche Partnerschaft in Europa. Die Vorsitzenden der beiden Freundschaftkreise Sophie Ruffié und Günter Treis bedankten sich vor allem bei den Gastfamilien, die teilweise bereits seit Jahrzehnten am Austausch teilnehmen. Hier sind echte Freundschaften entstanden, trotz der Sprachbarrieren.
Als besonderen Gast konnte Michel Cosnier seinen Vorgänger, im Amte des Bürgermeisters, Dr. Jean Delaneau begrüßen. Er unterzeichnete zusammen mit Bürgermeister Philipp Heift 1981 die erste Partnerschaftsurkunde.
Erinnerungsgeschenke wurden ausgetauscht und eine neugegründete Musikgruppe gab ihr Debut mit dem Spielen beider Nationalhymnen.
Auf dem französischen Gastgeschenk ist u.a. eine Textpassage aus dem Chanson „Göttingen“ der bekannten Chansonsängerin „Barbara“ in deutscher und französischer Sprache abgebildet, die sehr treffend die Wichtigkeit von Städtepartnerschaften beschreibt.
„Was ich nun sage, das klingt freilich
Für manche Leute unverzeihlich:
Die Kinder sind genau die gleichen
In Paris, wie in Göttingen.
Lasst diese Zeit nie wiederkehren
Und nie mehr Hass die Welt zerstören:
Es wohnen Menschen, die ich liebe,
in Göttingen, in Göttingen.“
Im Anschluss an den offiziellen Teil traf man sich zum „Aperitif“ noch einmal in der „Tannerie“, um bei Musik, Wein und vielen Leckereien den schönen Tag ausklingen zu lassen.
Am Abfahrtsmorgen weinte auch der Himmel große Abschiedstränen. Dadurch wurde leider das Abschied nehmen sehr verkürzt. Aber man war sich einig im nächsten Jahr gibt es ein Wiedersehen in Mülheim-Kärlich.





